Radikal Technologies Accelerator
Der Accelerator von Radikal Technologies ist ein polyphones Performance Instrument mit einer Tonerzeugung auf der Basis sehr leistungsfähiger Fliesskomma DSPs. Diese erlauben einen stark erweiterten Dynamikumfang im Vergleich zu Festkomma DSP basierten Musiksynthesizern. Das auf dieser Grundlage realisierte Klangspektrum wird Sie sicherlich sofort begeistern. Während die beiden Multimode-Filter mit bis zu 24dB Filtersteilheit ein großes Spektrum klassischer Analogsynthesizer-Klänge hervorbringen, ist die umfangreich ausgestattete Oszillatorsektion aufgrund der Phasen- und Wellenformmodulation auch für viele Spielarten digitaler Synthesizerklänge bestens gewappnet.
Die Synthese Engine des Accelerators
In der Basisversion verfügt der Accelerator über eine achtstimmige Polyphonie, die sich in zwei Erweiterungsstufen auf bis zu 32 Stimmen erweitern lässt. Jede Stimme enthält die folgenden Klangformungsmöglichkeiten:
Oszillatoren
Jede Stimme besitzt drei Oszillatoren sowie eine Rauschquelle. Die Wellenformen der Oszillatoren wurden weitgehend vom Spectralis übernommen. Die sweepbaren Wellenformen sind nur das Grundmaterial. Mit Hilfe der Time-Linearity Modulation, dynamischer Phasenmodulation, Oszillator-Synchronisation und Ringmodulation lassen sich bereits ohne den Einsatz der Filter sehr unterschiedliche Klänge einstellen.
Das lineare Detuning der Oszillatoren sorgt für Schwebungen, die unabhängig vom gespielten Tastaturbereich immer einen identisch langen Schwebungsverlauf haben.
Filter
Der Accelerator besitzt jeweils zwei Multimode-Filter pro Stimme und ein weiteres Filter für die Rauschquelle. Die Filter lassen sich nicht nur zwischen HP, LP, Notch und Bandpass Betrieb umschalten. Auch die Steilheit kann zwischen 12 und 24db eingestellt werden. Für jeden der Oszillatoren kann für beide Filter individuell ein Pegel eingestellt werden. Da auch die Filterausgänge in das jeweils andere Filter gerouted werden können, ist sowohl ein serieller als auch paralleler Betrieb der Filter möglich.
Full Parametric EQ
Hat man mit den bereits vorgestellten Parametern den Wunschklang noch nicht erreicht, kommen die vollparametrischen EQs zum Zuge. Mit Hilfe der drei vollparametrischen Bänder mit Frequenz, Güte und Anhebung/Absenkung kann sehr stark in das Klanggeschehen eingegriffen werden. Diese EQs arbeiten ebenfalls pro Stimme
Modulationen
Als Modulationsquellen stehen 4 LFOs, 6 Hüllkurven und der Stepsequenzer zur Verfügung. Auf welche Parameter diese Modulationsquellen wirken, lässt sich in der Modulationsmatrix festlegen. Wie auch schon beim Spectralis, wurden extreme Modulationstiefen realisiert. Die Hüllkurven sind noch flotter als die des Spectralis - von transientenreichen perkussiven Phasenmodulationsklangfarben bis zu butterweichen Flächen gibt es viele Klangmöglichkeiten zu entdecken.
Zugriff auf Klangfarben und Performances
Viele aktuelle Synthesizer bieten im Vergleich zu Workstations zwar oft umfangreichere Synthesemöglichkeiten - der Zugriff auf die verschiedenen Klangfarben ist aber häufig nicht wirklich livetauglich. Das ist sicherlich auch einer der Gründe, warum typische Workstations den Livemarkt dominieren. Bei der Entwicklung wurden gerade die Wünsche der Live-Keyboarder berücksichtigt - von daher besitzt der Accelerator einen eigenen Bedienbereich zum schnellen und sicheren Aufruf der Klangfarben per Tastendruck. Neben dem schnellen Aufruf von Klangfarben lassen sich in dieser Sektion auch sehr flott Split- und Dualsounds erstellen und zur späteren Verwendung als Performance ablegen. Externe Instrumente lassen sich mit Hilfe der Masterkeyboard-Funktion ebenfalls umschalten.
Für den vollautomatisierten Livebetrieb bieten sich die „Chains“ an. Sie können Ihren nächsten Livebetrieb optimal vorbereiten, in dem Sie Abfolgen von Programmen und Performances erstellen, die Sie anschließend zum Beispiel mit einem Fußtaster weiterschalten können.
Spielhilfen
Die leichtgewichtete Tastatur des Accelerators umfasst 5 Oktaven und besitzt natürlich Aftertouch und Anschlagdynamik. Das Dynamikverhalten lässt sich umfangreich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Zur Linken findet man zwei Wheels sowie zwei Taster, über die Trigger ausgelöst werden können oder voreingestellte Parameteränderungen.
Als erster Synthesizer besitzt der Accelerator darüber hinaus einen Neigungssensor. Beliebige Klangparameter können mit Hilfe des Neigungssensors gesteuert werden. Anwender, die nun befürchten, dieser Effekt könnte zu viel Kraft erfordern, können sich beruhigen. Genau aus diesem Grund besitzt der Accelerator einen Boden aus Aluminium. Außerdem wird der Accelerator in der Regel nur an einer Seite angehoben. Die andere Seite ruht auf dem Spieltisch. Zusammen mit den extremen Modulationstiefen lassen sich im Livebetrieb extreme Effekte realisieren, die nicht nur etwas für die Ohren sondern eben auch fürs Auge bieten. Natürlich lässt sich dieser Effekt sowohl pro Patch als auch global für alle Patches ausschalten, wenn man mal auf wackeligen Bühnen unterwegs ist.
Stepsequenzer und Arpeggiatoren
Radikal liebt Musikmaschinen! Für mich gehören diese Performance-Werkzeuge zu einem Synthesizer einfach dazu.
Der Stepsequenzer besitzt für jeden Part eine polyphone Notenlinie und drei Parameterlinien. Die Linien können bis zu 32 Steps besitzen. Dabei ist natürlich die Länge und Richtung jeder Linie unabhängig einstellbar, und selbstverständlich stehen alle Parameter bei laufenden Sequenzer zur Verfügung. Skip, Mutes und Steps lassen sich jederzeit aktivieren bzw. ausschalten.
Die Arpeggiatoren lassen sich per Part zu- und abschalten. Benutzt man im Dualmodus mehrere Klangfarben zur gleichen Zeit, können diese auch unterschiedliche Arpeggiomuster gleichzeitig abfeuern.
FXs
Neben den zwei Multi-Effektprozessoren mit Delay, Chorus und Flanger-Effekten besitzt der Accelerator Sättigungsstufen für mehr Schmutz im Sound. Unser Algorithmus orientiert sich dabei an der weichen Röhrensättigung und Verzerrung und hilft gerade Orgelsounds enorm auf die Sprünge.
Benutzer-Interface
Der Accelerator besitzt ein grafikfähiges Display. Dieses Display zeigt zum Beispiel Oszillatormodulationen grafisch als resultierende Wellenform dar. Wollten Sie schon immer mal sehen, wie sich eine Phasenmodulation auf eine Wellenform auswirkt - der Accelerator stellt dies in seinem Display dar. Aber auch Hüllkurven und LFOs werden visualisiert.
Für die Editierung der Parameter werden die bereits vom Spectralis bekannten Encoder eingesetzt. Diese besitzen eine Schaltfunktion und erlauben von daher neben der Parameteränderung auch eine Navigationsfunktion. Die Parameter sind in logische Gruppen unterteilt, und zusammen mit den drei Display-Encodern können immer bis zu 11 Parameter gleichzeitig editiert werden.
Für Ihre Live-Performances können Sie die 8 Regler des Matrix-Editors auch mit eigenen Parameterzuordnungen belegen. So haben Sie beim Spielen immer die wichtigsten Parameter im Direktzugriff. Die Zuordnung wird automatisch beim Klangwechseln umgeschaltet.
Anschlussmöglichkeiten
Neben den vier analogen Ausgängen besitzt der Accelerator einen S-PDIF Digitalausgang, zwei symmetrische Eingänge und natürlich das übliche MIDI-Trio. Alternativ zu den MIDI Ports bietet der Accelerator auch einen USB-Anschluss. Im Rechner erscheint er als MIDI-Device. Von daher können Sie auf ein MIDI-Interface verzichten. Gerade Musiker, die mit einem Laptop auf der Bühne arbeiten oder schon mal durch USB verursachte Groundloops erfahren mussten, werden sich über die vollständige galvanische Trennung des USB-Anschlusses freuen. Zwei Schweller oder Fußtaster können ebenfalls angeschlossen werden.
Erweiterungsmöglichkeiten
Wie auch schon beim Spectralis wurde die Tonerzeugung auf Klangqualität und nicht auf hohe Polyphonie optimiert. Mit Hilfe von bis zu zwei DSP-Expansions können Sie den Accelerator auf bis zu 32 Stimmen ausbauen. Mit Hilfe eines Erweiterungsmoduls ändern sich aber auch die übrigen Eigenschaften des Accelerators. Anstatt des zweifachen Multimodes in der Grundversion besitzt die erweiterte Version einen 8-stimmigen Multimode.
Eine ideale Erweiterung ist natürlich auch der Spectralis, da sich einige Funktionen vom Accelerator aus fernsteuern lassen. Einer perfekten Live-Darbietung steht damit nichts mehr im Wege.
Bericht von http://www.amazona.de






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